HomeRATGEBERWer übernimmt die Kosten für einen Coronatest?

Wer übernimmt die Kosten für einen Coronatest?

Wer übernimmt die Kosten für einen Coronatest?

Der Bundesrat hat am 19. Juni 2020 die ausserordentliche Lage aufgehoben und weitere Lockerungen beschlossen. Um rasch auf einen Wiederanstieg der Fallzahlen reagieren zu können, soll so viel getestet werden wie möglich und sinnvoll ist. Doch das verursacht Kosten, die jemand übernehmen muss.

Wann muss man sich auf das neue Coronavirus testen lassen?

Wer sich krank fühlt, oder Krankheitssymptome des neuen Coronavirus (SARS-Coronavirus-2) spürt, sollte zuhause bleiben, den Coronavirus-Check machen oder seinen Arzt anrufen. Dabei sollte man alle Fragen im Online-Check oder am Telefon bestmöglich beantworten. Am Ende erhält man eine Handlungsempfehlung und gegebenenfalls die Anweisung, sich testen zu lassen. Bis das Testergebnis vorliegt, sollte man zuhause bleiben.

Wo kann man sich testen lassen?

Coronatests führen Ärze, Spitäler oder speziell bezeichnete Testzentren durch. Man kann auch den Coronavirus-Check auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) machen. Wenn der Test empfiehlt, dass man sich testen lassen sollte, erhält man Anweisungen, wie man vorgehen muss.

Wer übernimmt die Kosten, wenn man sich testen lässt?

Seit dem 25. Juni 2020 übernimmt der Bund sämtliche Kosten für die Coronatests. Er übernimmt sowohl die Kosten für Tests auf Infektion mit dem Coronavirus, als auch die serologischen Tests zum Nachweis von Antikörpern.

Wie werden die Tests vergütet?

Den Test auf das SARS-Coronavirus-2 vergütet der Bund mit einer Pauschale von 169 Franken, jenen für den Antikörpernachweis mit 113 Franken. Dabei gelten die Testkriterien des Bundesamts für Gesundheit. Serologische Tests werden derzeit noch nicht empfohlen.

Muss man einen Selbstbezahlt zahlen?

Nein, es gibt keinen Selbstbehalt mehr. Bis zum 25. Juni wurden die Kosten für die Virustests zum Teil von den Krankenversicherungen und zum Teil von den Kantonen übernommen. Diese Regelung hat dazu geführt, dass nicht alle Patienten gleichbehandelt wurden: Wenn die Kosten von der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen wurden, fielen für die Testpersonen Franchise und Selbstbehalt an. Übernahmen dagegen die Kantone die Tests, dann fielen für die Testpersonen keine Kosten an. Damit bestand die Gefahr, dass Personen sich nicht testen lassen, wenn sie die Kosten für den Test selber tragen müssen.

Was soll man tun, wenn man von der SwissCovid App über eine mögliche Ansteckung informiert wird?

Wer eine solche Nachricht erhält, auch wenn er noch keine Symptome verspürt, sollte die Infoline SwissCovid anrufen, deren Telefonnummer man im Falle einer Meldung in der App findet. Man sollte zudem das Umfeld schützen, indem man während 10 Tagen nach der möglichen Ansteckung Kontakte möglichst vermeidet.

Erhält man seinen Lohn weiter, wenn man nach einer Benachrichtigung zuhause bleibt?

Wenn man eine Meldung über eine mögliche Ansteckung erhalten hat, ist es ratsam, sich bei der Infoline SwissCovid beraten zu lassen (Telefonnummer wird bei einer Meldung in der App angezeigt). Der Arbeitgeber ist grundsätzlich nicht zu einer Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn man aufgrund einer Meldung über eine mögliche Ansteckung zu Hause bleibt. Zu einer Lohnfortzahlung berechtigt nur eine von den zuständigen kantonalen Behörden verfügte Quarantäne.

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