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UBS vermittelt Hypothekarkunden künftig an Drittinvestoren

UBS vermittelt Hypothekarkunden künftig an Drittinvestoren

UBS lanciert mit key4 eine online Plattform rund um die Finanzierung von Eigenheim und Wohnen. Dort bieten neben UBS Schweizer Drittinvestoren Finanzierungen von selbstgenutztem Wohneigentum für Privatkunden an. Damit gehen auch die Risiken über.

Mit key4 ergänzt UBS ihr Beratungsangebot und erweitert ihre Hypothekarlösungen entlang der veränderten Kundenbedürfnisse, wie die Bank mitteilt. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse digitalaffiner Kunden biete die Plattform zum Start die unkomplizierte Verlängerung bestehender Hypotheken an.

Pensionskassen und andere Institutionelle bieten Privatkunden eine Wohn-Finanzierung an

Zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum hätten Schweizer Privatkunden auf der Plattform die Auswahl an Angeboten von ausgewählten Schweizer Drittinvestoren. Dabei stünden ihnen attraktive Konditionen verschiedener institutioneller Investoren wie zum Beispiel Pensionskassen, Anlagestiftungen oder Banken, darunter auch der UBS zur Verfügung. Die benutzerfreundliche Plattform ermögliche es, verschiedene Angebote zu vergleichen und sich für die individuell passende Finanzierung des neuen Eigenheims zu entscheiden.

Kunden erhalten durch Partnerschaften mit Drittparteien weitere Services

Als offenes Ökosystem soll die Plattform darüber hinaus zahlreiche weitere Services anbieten. Dies dank Partnerschaften mit ausgewählten Drittparteien. Die Kunden sollen damit wichtige Informationen und Lösungen zu allen Fragen rund ums Thema Wohnen und Eigenheimfinanzierung aus einer Hand erhalten, wie Martha Böckenfeld, Head Digital Platforms & Marketplaces, erklärt.

Abschlüsse neuer Hypotheken über die Plattform sind ab Herbst 2020 möglich

In einer nächsten Phase sollen ab Herbst 2020 zudem Abschlüsse neuer Hypotheken über die Plattform möglich sein. Die Plattform soll kontinuierlich mit zusätzlichen Dienstleistungen sowie weiteren Partnerschaftsangeboten ausgebaut werden.

UBS strebt zusammen mit key4 die Marktführerschaft im Plattformgeschäft und der Vermittlung von Hypotheken an, mit einem mittelfristigen Hypothekarvolumen von 5 bis 10 Milliarden Franken, wie Axel P. Lehmann, Präsident von UBS Switzerland, dazu zitiert wird.

UBS wälzt Hypothekarrisken auf Drittanbieter ab

Mit diesem Schritt der UBS wird allerdings auch klar, dass sie sich ihres umfangreichen Hypothekenportfolios entledigen will. Denn nicht mehr tragbare Hypotheken könnten ihr und anderen Banken schon bald zusätzliche Verluste bescheren. Laut Nationalbank stellt die Corona-Krise für den Immobilienmarkt eine zusätzliche Herausforderung dar. So könnten die tiefe Rezession und die wachsende Arbeitslosigkeit dazu führen, dass vergebene Hypotheken für Unternehmen und Haushalte nicht mehr tragbar sind. Dabei sind die Verlustrisiken aus Hypotheken bereits im Vorfeld der Corona-Krise gestiegen, wie die SNB warnt.

Hypothekengeschäft wird künftig kaum mehr grössere Beiträge zur Rentabilität leisten

Konkurrentin Credit Suisse wiegelt zwar ab – sie rechnet im Hypothekarkreditgeschäft nicht mit deutlich steigenden Kreditausfällen. Dies dank der restriktiveren Vergabepraxis in den letzten Jahren und den nach wie vor tiefen Finanzierungskosten. Dennoch – auch für sie sind die Perspektiven für das Kreditgeschäft der Banken nicht besonders vielversprechend. Das Hypotheken- und das weiter gefasste Kreditgeschäft würden künftig wohl keine grösseren Beiträge mehr zur Rentabilität der Banken leisten, und zwar auch dann nicht, wenn sich die Wirtschaft vollumfänglich erholt habe.

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