HomeWIRTSCHAFTTausende Firmen in der Schweiz haben das Regime der Covid-19-Kurzarbeit missbraucht

Tausende Firmen in der Schweiz haben das Regime der Covid-19-Kurzarbeit missbraucht

Tausende Firmen in der Schweiz haben das Regime der Covid-19-Kurzarbeit missbraucht

Das Regime der Covid-19-Kurzarbeit zu missbrauchen und Entschädigungen zu erschleichen, ist offenbar relativ einfach. Geschädigt wurden die Arbeitslosenkassen der Kantone, und damit auch die Bürger. Rund 3’800 Fälle sollen nun überprüft werden.

Das Regime der Covid-19-Kurzarbeit zu missbrauchen und Entschädigungen zu erschleichen, ist relativ einfach, schreibt die «Handelszeitung». Mehrere Kantone hätten von Fällen zulasten der Arbeitslosenkasse berichtet. «Einige Anträge waren offensichtlich missbräuchlich», zitiert sie Hubert Helbling, Chef des Amts für Arbeit in Schwyz. Helbling und die Behörden von weiteren Kantonen, darunter auch der Thurgau, hätten sich solche Firmen notiert. «Wir haben eine Liste von rund hundert Fällen mit Verdacht auf Missbrauch», zitiert sie auch Daniel Wessner, Chef des Thurgauer Amts für Wirtschaft und Arbeit. Dies sei «der Preis für die Effizienz und vereinfachten Verfahrensabläufe» unter Corona.

Rund 3800 Verdachtsfälle sollten überprüft werden

Sein Kanton habe rund 6000 Anträge bewilligt. 100 Verdachtsfälle würden einem Anteil von 1.7% entsprechen. Angenommen, das Verhältnis sei repräsentativ für alle Kantone, und nehme man gesamtschweizerisch 189’000 Anträge als Basis, müssten rund 3’800 Fälle überprüft werden, so die Handelszeitung.

Bund soll ein Revisionskonzept ausarbeiten

«Die Kantone haben dem Seco viele Verdachtsfälle übermittelt», habe auch die Direktorin des Verbandes Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA), Ursula Kraft, bestätigt. Man warte jetzt darauf, dass der Bund «ein Revisionskonzept ausarbeitet und in Kraft setzt».

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