HomeGELDSo präsentieren sich Schweizer Kreditkarten im grossen Vergleich

So präsentieren sich Schweizer Kreditkarten im grossen Vergleich

So präsentieren sich Schweizer Kreditkarten im grossen Vergleich

Die Leistungen und Kosten von Schweizer Kreditkarten und Prepaid-Kreditkarten variieren stark. Viele Karten sind inzwischen zudem mit Apple, Samsung und Google Pay kompatibel. Der Vergleichsdienst Moneyland.ch hat mehr als 160 Karten analysiert.

Trotz Corona reisen etliche Schweizer wieder ins Ausland. Da ist es ratsam, sich vorher eine geeignete Kreditkarte zu besorgen. Mittlerweile gibt es auch Karten-Alternativen von Neobanken wie Transferwise, Neon oder Revolut, die im Ausland noch günstiger sind. Neobanken-Karten werden aber nicht gleich häufig wie Kreditkarten von Händlern akzeptiert. Eine klassische Kreditkarte ist auf Reisen nach wie vor sinnvoll.

Kreditkarten-Kosten unterscheiden sich stark

Wer Gelegenheitsnutzer von Kreditkarten ist, kann in den ersten beiden Jahren fast 550 Franken sparen, wenn er von der teuersten zur günstigsten Kreditkarte wechselt (ohne Berücksichtigung von Platinkarten). Wer Kreditkarten häufig benutzt, kann beim Wechsel von der teuersten zur günstigsten Karte sogar mehr als 1150 Franken in den ersten zwei Jahren sparen. Das zeigt eine Untersuchung des Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch. Er hat 163 Schweizer Kreditkarten bezüglich Kosten und Leistungen analysiert. Berücksichtigt worden sind alle relevanten Gebühren für die ersten zwei Jahre sowie die Euro-Wechselkurse anhand von 15 Stichtagen.

Das sind 2020 die günstigsten «Gratis-Kreditkarten» ohne Jahresgebühr

Für Gelegenheitsnutzer ist dieses Jahr die Cashback-Kreditkarte American Express von Swisscard am günstigsten (minus 12.90 Franken aufgrund der Umsatz-Rückvergütung für die ersten zwei Jahre), gefolgt von der Coop Supercard Mastercard/Visa (45.50 Franken), der Migros Cumulus-Mastercard (48.55 Franken) und der Cashback-Kreditkarte Visa/Mastercard von Swisscard (77.55 Franken). Es handelt sich bei allen Karten um so genannte «Gratis-Kreditkarten» ohne Jahresgebühren.

Für Vielnutzer schneidet im Kostenvergleich die Cashback-Kreditkarte American Express von Swisscard mit 319.50 Franken bezüglich Kosten für die ersten beiden Jahre am besten ab, gefolgt von der Multiwährungskarte Silber von Swissquote mit 366.05 Franken, der TCS Travel Mastercard Gold (Cembra Money Bank, 424.15 Franken) und der Multiwährungskarte Gold von Swissquote (466.05 Franken).

Mit etlichen Kreditkarten kann man auch mobil bezahlen

Immer mehr Personen zahlen auch in der Schweiz mit ihrem Handy. Dieses Jahr haben verschiedene Schweizer Kartenherausgeber ihren Widerstand gegen Apple und Google Pay aufgegeben. «Mittlerweile kann die Mehrheit der Schweizer Kreditkarten-Kunden mit Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay bezahlen», weiss Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch.

Es gilt auch zu beachten, dass für Kunden die mit Handy zahlen die gleichen Gebühren anfallen als wenn sie direkt mit der hinterlegten Kreditkarte oder Prepaidkarte einkaufen würden. Im Inland sind die Handy-Zahlungen im Geschäft meistens kostenlos. Im Ausland hingegen fallen Fremdwährungsgebühren an, die je nach Karte teuer zu stehen kommen können.

Neue Anbieter sind auf dem Vormarsch

Karten von Smartphone-Banken wie Neon, Revolut und Transferwise werden von immer mehr Schweizer Kunden genutzt. Da es sich nicht um eigentliche Kreditkarten handelt, sind diese im Vergleich nicht analysiert worden. Moneyland.ch analysiert die Kurse und übrigen Kosten von Neobanken jeweils in einer separaten Studie.

Dabei hat die letzte Neobanken-Studie ergeben, dass sich die Karten von Neon, Revolut und Transferwise vor allem für die Nutzung im Ausland lohnen. Grund sind die attraktiven Wechselkurse, die in aller Regel deutlich günstiger sind als diejenigen von Schweizer Kreditkarten.

Akzeptanz von Neobanken-Karten ist teilweise geringer

Es kann sich deshalb lohnen, eine Karte einer Neobank mit auf Auslandreisen zu nehmen. Allerdings kann die Akzeptanz von Neobanken-Karten je nach Situation (zum Beispiel bei Autovermietungen) geringer sein als von klassischen Kreditkarten. Auch verfügen viele Schweizer Kreditkarten über Zusatzleistungen, welche bei Karten vieler Neobanken fehlen.

Benjamin Manz hält dagegen: «Die Wechselkurse der neuen Konkurrenten aus dem Ausland werden auch Schweizer Kreditkarten-Institute immer stärker unter Druck setzen. Es ist zu erwarten, dass in nächster Zeit Schweizer Kredit- und Prepaidkarten mit geringeren Fremdwährungskosten lanciert werden», so seine Einschätzung.

Kreditkarten-Leistungen und Preise zu vergleichen lohnt sich

Schweizer Kreditkarten eignen sich nicht nur zum Zahlen. Je nach Karte gibt es eine Reihe von zusätzlichen Leistungen, die sich als nützlich erweisen können. Dazu gehören Bonuspunkte, Flugmeilen, Reiseversicherungen oder Eintritte in Flughafen-Lounges. Als Faustregel gilt: Je teurer die Karte, desto mehr Leistungen bietet sie auch. Nutzer sollten sich vor dem Vertragsabschluss mit einem Kreditkartenanbieter überlegen, ob und welche weiteren Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten.

Diese Tipps helfen beim Einsatz von Kreditkarten auf Auslandsreisen

Karteninhaber sollten auf Auslandsreisen Gebührenfallen im Auge behalten. Hier die wichtigsten vier Tipps dazu:

Im Ausland nicht in Schweizer Franken, sondern in der Landeswährung zahlen. Ansonsten kommen Gebühren durch die dynamische Währungsumrechnung hinzu.

Bargeld nicht mit der Kreditkarte, sondern mit der Debitkarte beziehen. Das kommt deutlich günstiger.

Grössere Beträge können Sie auch mit der Debitkarte zahlen. Das ist häufig sogar noch etwas günstiger als mit der Kreditkarte.

Nehmen Sie geeignete Kreditkarten und Debitkarten ins Reiseland mit. Bei exotischeren Ländern empfiehlt es sich, sich vor der Reise über die günstigsten Zahlungsmittel zu informieren. Karten von Neobanken haben häufig die besten Wechselkurse, allerdings eine geringere Akzeptanz. Nehmen Sie deshalb immer auch noch geeignete klassische Kreditarten auf Ihre Reise mit.

Zusätzliche Kreditkarten-Informationen

Ein interaktiver Vergleich für Kreditkarten und Prepaid-Kreditkarten findet sich unter https://www.moneyland.ch/de/kreditkarten-vergleich.

Der Vergleich von moneyland.ch berücksichtigt alle relevanten Leistungen, Gebühren und Wechselkurskosten. Verglichen werden unter anderem unterschiedliche Jahresgebühren für das erste Jahr und die Folgejahre, Bargeldbezugsgebühren, Bearbeitungsgebühren für Zahlungen in Fremdwährungen sowie Währungskursdifferenzen, Aufladungsgebühren bei Prepaidkarten, Gutschriften im Rahmen von Cashback-Funktionen und Bonuspunkten sowie Vergünstigungen. Bezüglich Leistungen werden mehr als 50 Faktoren sowie die Kundenzufriedenheit berücksichtigt.

Share With:
Rate This Article

info@s-mediacomm.ch

No Comments

Leave A Comment