HomeGELDANLEGENEin nachträglicher Einkauf in die Säule 3a wird nun möglich

Ein nachträglicher Einkauf in die Säule 3a wird nun möglich

Ein nachträglicher Einkauf in die Säule 3a wird nun möglich

Wer in jungen Jahren nicht in die Säule 3a einzahlen kann, soll das später nachholen können. Nach dem Ständerat hat nun auch der Nationalrat die Motion «Einkauf in die Säule 3a ermöglichen» von Ständerat Erich Ettlin (CVP) angenommen.

In der Schweiz sollen möglichst viele Menschen finanziell für ihr Alter vorsorgen können. Doch das ist nicht allen jederzeit möglich. Aktuell können nur gerade 13% der Steuerpflichtigen den heute geltenden Maximalbetrag von 6826 Franken pro Jahr für Einzahlungen in die Säule 3a aufbringen, wie Sozialminister Alain Berset erklärte. Nachträgliche Einzahlungen in die Säule 3a sollen deshalb die Vorsorge jener stärken, die in jüngeren Jahren nicht dazu in der Lage waren, befanden National- und Ständerat. Nach dem Ständerat nahm nun auch der Nationalrat die Motion mit 112 zu 70 Stimmen bei einer Enthaltung an.

Einkauf wird begrenzt, ist aber abzugsfähig

Der Einkauf soll jedoch auf den für Selbstständigerwerbende geltenden Betrag von 34’128 Franken pro Jahr begrenzt werden. Ein Einkauf soll zudem nur alle fünf Jahre möglich sein. Personen, die in früheren Jahren keine oder nur Teilbeiträge in die Säule 3a einzahlen konnten, erhalten so die Möglichkeit, dies nachzuholen, und können den Betrag im Einkaufsjahr vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen (sog. 3aEinkauf).

Der Bundesrat wird nun beauftragt, Artikel 82 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) und die entsprechenden Verordnungsbestimmungen dahingehend anzupassen.

VVS begrüsst die Annahme

Der Verein Vorsorge Schweiz (VVS), der die gemeinsamen Interessen der Säule 3a-Einrichtungen und deren Kunden vertritt, begrüsst die Annahme. «Damit lassen sich Vorsorgelücken von Personen schliessen, die in jungen Jahren kein 3a-Konto hatten, als selbständigerwerbende Personen die finanziellen Mittel nicht aufbringen konnten, oder die mangels AHV-Einkommen nicht einzahlen konnten», erklärt der VVS. Der VVS bietet dem Bundesrat seine aktive Mitarbeit an, um zusammen mit der Branche eine unbürokratische und schnelle Lösung zu finden.

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