HomeGELDDie von Ergänzungsleistungen gedeckten Mietzinsmaxima steigen 2021 an

Die von Ergänzungsleistungen gedeckten Mietzinsmaxima steigen 2021 an

Die von Ergänzungsleistungen gedeckten Mietzinsmaxima steigen 2021 an

Mit der EL-Reform werden bei den Mietzinsmaxima ab 2021 die unterschiedlichen Mietzinsbelastungen in den Grosszentren (Region 1), in der Stadt (Region 2) und auf dem Land (Region 3) berücksichtigt. Die EL tragen auch der Anzahl Personen Rechnung, die gemeinsam in einem Haushalt leben.

Die Reform der Ergänzungsleistungen (EL), welche am 1.1.2021 in Kraft tritt, zielt auf den Erhalt des Leistungsniveaus, die stärkere Berücksichtigung des Vermögens und die Verringerung der Schwelleneffekte ab. Die wichtigsten Massnahmen der Reform umfassen:

  • Anhebung der Mietzinsmaxima
  • Stärkere Berücksichtigung des Vermögens
    – Einführung Eintrittsschwelle
    – Senkung Rückerstattungspflicht
    – Senkung Vermögenfreibeträge
  • Neue Regelung für den Lebensbedarf von Kindern
  • Anrechnung von 80% des Einkommens des Ehegatten
  • Krankenversicherungsprämie: tatsächliche Ausgaben
  • Anpassung der EL-Berechnung für Personen im Heim
  • EL-Mindestbetrag wird gesenkt
  • Massnahme in der 2. Säule für ältere Arbeitslose.
Monatliche Höchstbeträge für Mietzinsen steigen je nach Haushaltsgrösse und Region

Mit der EL-Reform werden ab 2021 auch die unterschiedlichen Mietzinsbelastungen in den Grosszentren (Region 1), in der Stadt (Region 2) und auf dem Land (Region 3) berücksichtigt. Die EL tragen auch der Anzahl Personen Rechnung, die gemeinsam in einem Haushalt leben. Der Zuschlag für rollstuhlgängige Wohnungen wird ebenfalls von 3600 auf 6000 Franken pro Jahr erhöht.

Tabelle monatliche Höchstbeträge nach Haushaltsgrösse und Region

Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)

Reduziert sich der individuelle EL-Anspruch durch die Reform, gilt eine Übergangsfrist

Die kantonalen EL-Stellen werden per 1. Januar 2021 den EL-Anspruch von EL-Bezüger und –Bezügerinnen nach altem und nach neuem Recht berechnen. Führen die Massnahmen der EL-Reform insgesamt zu einer Kürzung des EL-Anspruches, werden die genannten Massnahmen frühestens drei Jahre nach Inkrafttreten der EL-Reform angewendet. In diesem Fall bleiben die bisherigen Mietzinsmaxima unverändert weiterbestehen.

Führen die Massnahmen der EL-Reform hingegen zu einer Erhöhung der EL, gelten die Massnahmen (inkl. neue Mietzinsmaxima) ab dem 1. Januar 2021.

Mietzinsregionen werden neu definiert

Um zu wissen, in welcher Region sich ein EL-Bewerber befindet, kann er diese anhand einer vom BSV erarbeiteten Tabelle nachschauen. Dazu muss er im Suchfeld die Anfangsbuchstaben seines Wohnorts eingeben:

Tabelle Mietzinsregionen vom BSV

Nebenkosten- und Heizkostenpauschalen werden ebenfalls angepasst

Bei EL-beziehenden Personen, die in einer selbstbewohnten Liegenschaft leben, wird in der EL-Berechnung als Teil der Wohnkosten eine Pauschale für Nebenkosten als Ausgabe anerkannt. Bei Personen, die ihre Mietwohnungen selber beheizen müssen und dem Vermieter keine Heizungskosten zu zahlen haben, wird in der EL-Berechnung eine Heizkostenpauschale als Ausgabe berücksichtigt. Die Pauschalen für die Nebenkosten und die Heizkosten werden um 50% erhöht und liegen neu bei 2520 bzw. 1260 Franken pro Jahr.

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