HomeFINANZENDie UBS überrascht die Investoren mit einem äusserst guten Ergebnis für 2020

Die UBS überrascht die Investoren mit einem äusserst guten Ergebnis für 2020

Die UBS überrascht die Investoren mit einem äusserst guten Ergebnis für 2020

Die UBS hat im vierten Quartal von der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten profitiert. Sie verdiente im Corona-Jahr deutlich mehr als im Vorjahr. Damit übertraf sie die Erwartungen der Analysten. Die Dividende für 2020 fällt indes geringer als im Vorjahr aus.

Die Schweizer Grossbank UBS verzeichnet für das Gesamtjahr 2020 einen Gewinnanstieg von 54% auf 6,63 Milliarden US-Dollar (2019: 4,30 Milliarden Dollar). Auf Stufe Vorsteuergewinn sind es mit 8,23 Milliarden Dollar rund 47% mehr. Dabei hat die UBS laut eigenen Angaben vor allem im letzten Quartal von einem starken Marktumfeld profitiert. Der Reingewinn ist alleine im vierten Quartal um 137% auf 1,7 Milliarden Dollar gestiegen. Das ist mehr als das Doppelte des Vorjahresquartals von 722 Millionen Dollar.

Investmentbank konnte den Gewinn stark steigern

Zu diesem guten Ergebnis haben alle Bereiche der Bank beigetragen. Besonders stark fiel die Gewinnzunahme jedoch bei der Investmentbank aus. Diese verdiente vor Steuern 529 Millionen, nach einem Verlust von 22 Millionen im Vorjahr. Verbessert hat die Bank gegenüber dem Vorjahr auch das Aufwand-Ertrags-Verhältnis, nämlich um 7,4 Prozentpunkte auf 73.0%.

Grösster Beitrag kommt von der globalen Vermögensverwaltung

Mit 936 Millionen Dollar stammt der grösste Teil des Vorsteuergewinns aus dem Kerngeschäft, der globalen Vermögensverwaltung. Als weltgrösste Vermögensverwaltungsbank gelang es der UBS im vierten Quartal zudem Neugelder in Höhe von 21,1 Milliarden Dollar einzubringen. Damit verwaltete sie Ende 2020 insgesamt 3016 Milliarden Dollar an Kundengeldern.

Neuer CEO Ralph Hamers zeigt sich zufrieden

Der neue UBS-Chef Ralph Hamers zeigte sich mit dem Ergebnis der Bank sehr zufrieden. Für ihn ist es ein deutlicher Beleg für die starke Marktstellung der UBS sowie das Engagement der Mitarbeitenden. Er betont dabei die verwalteten Vermögen, welche im Asset Management und im Wealth Management auf mittlerweile 4,1 Billionen Dollar angestiegen seien, während die Konzernerträge um 12% zugenommen hätten und die Rendite auf das harte Kernkapital starke 17.6% erreicht habe. «Wir haben somit jedes unserer Wachstums- und Renditeziele erreicht oder übertroffen“, wird er zitiert. Hamers ist zuletzt wegen einer Geldwäscherei-Affäre bei seinem früheren Arbeitgeber der ING Bank unter Druck gekommen. Er steht der UBS seit Anfang November 2020 vor.

UBS legt Aktienrückkaufprogramm neu auf

Trotz des deutlichen Gewinnanstiegs fällt die Dividende mit 0,37 Cent geringer als im Vorjahr (0,73 USD) aus. Das Management hatte bereits früher angekündigt, dass die direkten Ausschüttungen an die Aktionäre zugunsten von indirekten Ausschüttungen via Aktienrückkäufen zurückgefahren würden. Wegen der Corona-Pandemie und ihren Verwerfungen musste die UBS ihre geplanten Aktienrückkäufe für 2020 gemäss Aufforderung der Finanzmarktaufsicht FINMA unterbrechen. Nun lanciert die Bank erneut ein grosses Aktienrückkaufprogramm. In den nächsten drei Jahren sollen Aktien im Wert von bis zu 4 Milliarden Franken zurückgekauft werden. Im laufenden ersten Quartal 2021 sollen eigene Titel im Wert von insgesamt bis zu 1,1 Milliarden Dollar erworben werden.

Für 2021 ist die UBS vorsichtig optimistisch

Für die Geschäftsentwicklung im laufenden ersten Quartal 2021 gibt sich das UBS-Management vorsichtig optimistisch. Die Bank geht davon aus, dass saisonale Faktoren wie eine im Vergleich zum vierten Quartal 2020 verstärkte Kundenaktivität die Ertragslage im ersten Quartal 2021 positiv beeinflussen werden. Steigende Vermögenspreise sollten sich im Vermögensverwaltungsgeschäft positiv auf den Ertrag aus wiederkehrenden Gebühren auswirken. Die Bank warnt jedoch, dass das anhaltend unsichere Umfeld sowohl die Vermögenspreise als auch die Kundenaktivität beeinträchtigen könnte. Die tiefen, teils negativen Zinsen sowie die Erwartung anhaltender geldpolitischer Lockerungen beeinflussten die Marktstimmung zwar positiv. Sie würden den Nettozinsertrag jedoch negativ belasten.

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