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Die UBS lanciert die Saron Hypothek

Die UBS lanciert die Saron Hypothek

Die UBS Saron Hypothek ist neu als Nachfolgerin der UBS Libor Hypothek verfügbar. Die UBS reagiert damit auf die anstehende Ablösung des Libors. Weitere Saron Produkte sollen im Verlauf der Jahre 2020 und 2021 folgen.

Kunden der UBS profitieren seit dem 11. Mai 2020 von der neuen UBS Saron Hypothek (Swiss Average Rate Overnight), einer flexiblen Geldmarkthypothek mit einem Schweizer Basiszinssatz. Mit der Einführung der Saron Hypothek werden keine Libor Hypotheken mehr angeboten. Weitere Saron Produkte sollen im Verlaufe dieses Jahres folgen.

Die UBS setzt sich seit 2018 intensiv mit der globalen Einführung alternativer Referenzzinssätze auseinander, die den Libor (London Interbank Offered Rate) ablösen werden. Im November letzten Jahres hat die UBS als erste Schweizer Bank Saron Immobilienfinanzierungen durchgeführt und damit den Grundstein für die Markteinführung in der Schweiz gelegt. UBS-Kunden können ihre Libor Hypothek ab sofort auf das Ende der Festzinsperiode (also innerhalb 3, 6 oder 12 Monaten) ganz oder teilweise in eine Saron Hypothek umwandeln.

Saron ist ein neuer Referenzzinssatz

Der Saron ist ein Referenzzinssatz für Schweizer Franken. Er wird täglich auf Basis abgeschlossener Transaktionen sowie Kauf- und Verkaufspreisen im Schweizer Geldmarkt berechnet und von der Schweizer Börse SIX administriert. Um aus den Tagessätzen einen Referenzzinssatz über eine Laufzeit zu erhalten, wird der sogenannte Saron Compound gebildet. Dieser errechnet sich am vorletzten Tag der Zinsperiode aus dem Durchschnitt der aufgezinsten Tagessätze und wird als Referenz für einen grossen Teil von Kreditprodukten in Schweizer Franken verwendet werden.

Wechsel stellt Paradigmenwechsel im Kredit- und Hypothekargeschäft dar

Der Wechsel von Libor- auf Saron-referenzierende Produkte stellt einen Paradigmenwechsel im Kredit- und Hypothekargeschäft dar, da der Referenzzinssatz neu erst am Ende der Zinsperiode bekannt ist. Trotzdem hat die Produktumstellung für Kunden keine signifikanten finanziellen Änderungen zur Folge. Libor und Saron sind in der Vergangenheit kaum voneinander abgewichen. Analog zu Libor Produkten basieren Saron Produkte auf einem publizierten Referenzzinssatz zuzüglich einer individuell festgelegten Marge.

Nachhaltigkeit des Libor-Systems stand zur Diskussion

Seit der Finanzkrise vor rund zehn Jahren ging die Zahl der Transaktionen im Interbankenmarkt deutlich zurück. Dies hat Fragen zur Nachhaltigkeit des Libor-Systems aufgeworfen. Die britische Finanzmarktaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) gab am 27. Juli 2017 bekannt, dass sie die Ermittlung des Libor nur noch bis Ende des Jahres 2021 unterstützen wird. Dies beschleunigte den Übergangsprozess und die Marktteilnehmer begannen, alternative Referenzzinssätze für einen soliden und robusten Finanzmarkt zu erarbeiten. In der Schweiz hat die Nationale Arbeitsgruppe für Referenzzinssätze in Schweizer Franken den Geldmarktzins Saron als Nachfolger für den CHF-Libor empfohlen.

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