HomeGELDDie staatlichen Corona-Hilfen führen letztlich zu mehr Firmenpleiten

Die staatlichen Corona-Hilfen führen letztlich zu mehr Firmenpleiten

Die staatlichen Corona-Hilfen führen letztlich zu mehr Firmenpleiten

Experten rechnen 2021 mit einer steigenden Anzahl an Firmenkonkursen. 2020 gab es zwar weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr. Doch viele Firmen wurden durch die massive staatliche Corona-Unterstützung künstlich am Leben gehalten, warnen Experten.

Im Jahr 2020 kam es in der Schweiz zu 3’811 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 880 Fälle bzw. 19% weniger als noch im Vorjahr. Denn durch die massive staatliche Corona-Unterstützungen wurden viele «Zombie»-Unternehmen geschaffen, sagt der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B, der regelmässig eine Konkursstatistik erstellt. Das sind Firmen, die im Normalfall bereits in den Konkurs geschlittert wären, aufgrund der Finanzspritzen vom Staat aber vorerst weiterleben. «Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihre Liquidität zu Ende geht und die Pleite nicht mehr abgewendet werden kann», warnt Bisnode D&B.

Corona-Unterstützungen haben viele Konkurse hinausgezögert

Im Vergleich zum Vorjahr fand der stärkste Rückgang der Unternehmensinsolvenzen bei den Handwerksbetrieben (-174 Fälle) und im Gastgewerbe (-124 Fälle) statt. Auch im Einzelhandel (-68 Fälle) und im Grosshandel (-66 Fälle) scheinen die Corona-Unterstützungen viele Konkurse hinausgezögert zu haben.

2020 wurden mehr Unternehmen als im Vorjahr gegründet

Die Neugründungen stiegen 2020 weiterhin an. Insgesamt liessen Unternehmer*innen 46’779 neue Firmen im Handelsregister eintragen. Dies ist eine Zunahme um 5% gegenüber dem Vorjahr.

Eine Übersicht der Konkurse im Jahr 2020 findet sich unter diesem Link.

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