HomeGESUNDHEITDer Corona-Effekt wirkt sich bei Novartis negativ auf das zweite Quartal aus

Der Corona-Effekt wirkt sich bei Novartis negativ auf das zweite Quartal aus

Der Corona-Effekt wirkt sich bei Novartis negativ auf das zweite Quartal aus

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat im 2. Quartal 2020 rund 3.5% weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Auch der Reingewinn sank um 11%. Dies unter anderem deshalb, weil im ersten Quartal Vorratskäufe den Umsatz beflügelt hatten.

Novartis erzielte im zweiten Quartal 2020 einen Nettoumsatz von 11,347 Milliarden Dollar. Das ist in US-Dollar gerechnet ein Minus von 3.5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Rückgang um 1%, wie Novartis mitteilte. Damit blieb der Pharma-Multi deutlich unter den Erwartungen der Analysten.

Pharmasparte Innovative Medicines liefert den grössten Umsatzbeitrag

Den grössten Umsatzbeitrag lieferte wie üblich die Pharmasparte Innovative Medicines (IM). Sie erzielte einen Umsatz von 9,188 Milliarden US-Dollar. Das war 1.5% weniger als im Vorjahreszeitraum und lag 2.5% unter dem Konsens. Die Onkologie wuchs leicht um 1%, ebenso Pharmaceuticals mit 1%.

Corona-Effekt im 1. Quartal hat sich im 2. Quartal normalisiert

Novartis erklärte zum Umsatz, dass sich der Effekt der Vorratskäufe im ersten Quartal aufgrund der Corona-Pandemie im zweiten Quartal weitgehend umgekehrt habe. Vor allem im April und Mai habe sich dies negativ auf die Umsätze ausgewirkt, während zum Ende des Quartals eine leichte Normalisierung eingesetzt habe.

Reingewinn ist von einem niedrigeren operativen Ergebnis geprägt

Der Kern-Betriebsgewinn des Konzerns lag im zweiten Quartal bei 3,669 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 0.6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Reingewinn weist der Konzern mit 1,867 Milliarden aus, nach 2,109 Milliarden im Vorjahreszeitraum (-11%). Er sei vor allem durch ein niedrigeres operatives Ergebnis geprägt, wie Novartis erklärte.

Novartis gibt sich zuversichtlich

Novartis hat den Ausblick für das Gesamtjahr 2020 nach einem erneuten Assessment aufgrund der Corona-Krise angepasst: Die Gruppe soll im mittleren (zuvor: im mittleren bis hohen) einstelligen Prozentbereich wachsen. Der Umsatz von IM soll im mittleren einstelligen Prozentbereich und Sandoz im tiefen einstelligen Prozentbereich wachsen. Der Core-EBIT (operatives Ergebnis) soll im tiefen doppelstelligen (zuvor: im hohen einstelligen bis tiefen doppelstelligen) Prozentbereich wachsen.

Analysten sehen das Ergebnis kritisch

Analysten beurteilen das Ergebnis als durchzogen. Die leichte Erhöhung der Gewinnprognose sei zwar positiv, die Erwartungen beim Umsatz wurden dagegen nicht erfüllt. Auch die Kursentwicklung der Novartis-Aktie hat im bisherigen Jahresverlauf nicht wirklich überzeugen können.

Share With:
Rate This Article

info@s-mediacomm.ch

No Comments

Leave A Comment