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Corona hat zu einer instabileren Welt geführt

Corona hat zu einer instabileren Welt geführt

BNP Paribas Asset Management („BNPP AM“) versucht in diesem Ausblick Investoren dabei zu helfen, die nächsten Phasen der Pandemie, das Vermächtnis der Lockdowns und die bevorstehende wirtschaftliche Erholung einzuordnen. BNPP AM geht auch der Frage nach, wie Lösungen für die Klimakrise gefunden werden können, während die Welt die sozialen und wirtschaftlichen Probleme angeht, die durch die Pandemie aufgedeckt wurden.

BNPP AM widmet einen wesentlichen Teil des Ausblicks den Chancen, die ein grüner Wirtschaftsaufschwung Investoren nach Ansicht der Analysten bieten kann, einschliesslich der Energiewende und speziell des grünen Wasserstoffs. Er gilt als zukünftige Investitionsmöglichkeit für eine kohlenstoffarme Wirtschaft.

Langfristige Anlagethemen beherrschen den Ausblick

Die Anlagethemen für 2021 haben sowohl einen nachhaltigen Blickwinkel als auch einen Fokus auf langfristige Trends, einschliesslich Verbesserungen im Gesundheitswesen sowie disruptive Technologien und Innovationen. Bezüglich Weltregionen liegt der Schwerpunkt auf China, was eine eigenständige Allokation in Multi-Asset-Portfolios rechtfertigt.

Konjunktur dürfte 2021 Aufschwung nehmen

BNPP AM erwartet für 2021 eine Erholung des Wachstums.

Der Ankauf von Vermögenswerten durch die Zentralbanken unterstützt risikoreiche Anlagen, jedoch könnten die daraus resultierenden hohen Bewertungen zukünftige Gewinne begrenzen.

Auf der Jagd nach Rendite bieten Schwellenländeranlagen und Kredite die besten Möglichkeiten innerhalb der festverzinslichen Anlagen.

Ein schwächerer Dollar, ein starkes Wachstum in China und verbesserte Handelsbeziehungen sollten Aktienkurse in Schwellenländern steigern.

Länder müssen vorderhand mit dem Corona-Virus leben

Die Weltwirtschaft befand sich nach den Coronavirus-Pandemie-Lockdowns in einer Krise von bisher ungekanntem Ausmass. Auf den steilen weltweiten Wirtschaftsabschwung Anfang 2020 und einem möglichen erneuten Einbruch in Europa im vierten Quartal dürfte 2021 dennoch eine Erholung des Wachstums folgen.

Mehrere Impfstoffe gegen COVID-19 sollten 2021 allgemein verfügbar sein, aber bis dahin werden die Länder zunehmend mit dem Virus leben müssen, da sich wiederholende Lockdowns keine nachhaltige Bewältigungsstrategie darstellen werden.

Zinsen werden tief und die Renditen von Staatsanleihen langfristig niedrig bleiben

Die geld- und fiskalpolitischen Zügel in den Industrieländern wurden 2020 auf spektakuläre Art und Weise gelockert. Die Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) schnellte empor und stieg in vielen Ländern höher als in den Jahren nach der globalen Finanzkrise. Die grossen Zentralbanken haben den Anstieg der Haushaltsdefizite weitgehend finanziert, indem sie eine wachsende Staatsverschuldung monetarisierten, ähnlich wie es Japan getan hat.

Wie sollen all diese Schulden beglichen werden? Die entsprechende historische Parallele ist die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Zentralbanken die Anleiherenditen auf ein Niveau begrenzten, das weit unter der Trendwachstumsrate des BIP lag, um die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP schrittweise zu reduzieren. Die Renditen von Staatsanleihen werden langfristig niedrig bleiben, was im Falle eines deutlichen Zinsanstiegs eine Kaufgelegenheit bietet.

Pandemie hat zu wirtschaftlicher Instabilität geführt

Das globale Wachstum könnte nach dem Ende der Pandemie möglicherweise geringer ausfallen. Unzureichende fiskalische Anreize könnten marginale Teile der Wirtschaft anfällig für einen Zusammenbruch machen. Ein solches Ergebnis würde das Goldlöckchen-Szenario aus bescheidenem Wachstum, niedriger Inflation und unterstützenden Zentralbanken, das die Vermögenspreise seit der globalen Finanzkrise 2008 gestützt hat, auf die Probe stellen.

Heute stehen wir drei miteinander verbundenen Krisen gegenüber: jener der Gesundheit, jener der Wirtschaft und jener des Klimas. Die durch die Pandemie hervorgerufene Instabilität bietet einen günstigen Moment, um eine neue Richtung einzuschlagen.

Wirtschaftlichkeit, Gleichheit und integratives Wachstum sind für Nachhaltigkeit wesentlich

Langfristige Wirtschaftlichkeit, Gleichheit und integratives Wachstum sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Wirtschaft. Indem wir eine ganzheitliche, systemische, langfristige Sichtweise einnehmen, laufen wir weniger Gefahr von Krisen überrascht zu werden und sind wir besser in der Lage, diese zu bewältigen.

Ausführliche Einblicke in die Zukunft der Weltwirtschaft und die Märkte finden sich im Investmentausblick 2021 «Legacy of the Lockdowns».

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